FIFA-Medizinprogramm zur Dopingbekämpfung

Internationale Verbände wie die FIFA oder das Internationale Olympische Komitee (IOC) sind seit Jahrzehnten Vorreiter bei der Dopingbekämpfung im Sport. 

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Mit regelmäßigen Dopingkontrollen stellt die FIFA sicher, dass die Ergebnisse beim Fussball das wahre Kräfteverhältnis zwischen den Teams widerspiegeln und niemand betrügen kann. Für die FIFA und ihre Medizinische Kommission hat der Kampf gegen Doping höchste Priorität. Ob durch den Erlass strenger Anti-Doping-Bestimmungen, fortlaufende Datenerhebungen oder die Unterstützung der Forschungstätigkeit des FIFA-Zentrums für medizinische Auswertung und Forschung: Die FIFA will Doping keine Chance geben! 

Die Medizinische Kommission trägt die Gesamtverantwortung für die Durchführung von Dopingkontrollen bei allen Wettbewerben der FIFA. Darüber hinaus ist die Kommission auch außerhalb von sportlichen Wettbewerben für Dopingkontrollen während des Trainingsalltags sowie für die Erteilung von medizinischen Ausnahmegenehmigungen zuständig. Die Prüfung und Erteilung von medizinischen Ausnahmengenehmigungen überträgt die Kommission einem kompetenten Beratungsgremium.Zusätzlich verantwortet sie die Dopingkontrollen der FIFA-Anti-Doping-Stelle, die schließlich die FIFA-Dopingkontrolleure koordiniert. Bei allen Entscheidungen, neuen Richtlinien und Maßnahmen richtet sich die FIFA stets nach den Besonderheiten des Fussballs, wissenschaftlichen Fakten und statistischen Dopingrichtwerten. 

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Die FIFA führt die Anti-Doping-Programme bei allen FIFA-Wettbewerben selbst durch und legt die Anti-Doping-Regeln genau fest, die bei allen Fussballwettbewerben weltweit Anwendung finden. Die Dopingkontrollen auf Konföderationsebene und bei nationalen Wettbewerben werden direkt von den Konföderationen, den Mitgliedsverbänden und/oder den nationalen Anti-Doping-Behörden durchgeführt. Die FIFA beaufsichtigt die Verwaltung der Resultate einschließlich potenzieller Berufungen vor dem Sportschiedsgericht (Court of Arbitration for Sports, CAS). 

Neue Strategien im Kampf gegen Doping

Die FIFA entwickelt im Einklang mit dem engen Terminplan im Fussball zukunftsfähige Strategien im Kampf gegen Doping. 

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Eine der jüngsten Innovationen ist die Einführung eines „biologischen Profils“ mit hämatologischen Parametern aus Blut- und steroidalen Parametern aus den Urinproben. Eine Abweichung dieser Werte kann auf ein Dopingvergehen hinweisen.
Momentan entwickelt die FIFA eine Datenbank, um Fussballer während ihrer gesamten Laufbahn überwachen zu können: Die Laborergebnisse von allen Kontrollen innerhalb oder außerhalb von sportlichen Wettbewerben werden in einer zentralen Datenbank gesichert. Dies ermöglicht es der FIFA, Parameter in Blut und Urin über Jahre hinweg vergleichen zu können. Diese neue Strategie schließt bereits alle Spieler des FIFA Konföderationen-Pokals 2013 und auch alle Spieler, die an der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014 teilgenommen haben, ein. 

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Dopingkontrollen verfolgen drei grundlegende Ziele:

  • ethisches Verhalten und Fairness im Sport.
  • Schutz der körperlichen und psychischen Gesundheit der Spieler.
  • Chancengleichheit für alle Teilnehmer.