Was ist Doping?

Der Fussball hat als Mannschaftssport die höchste Anzahl von Sportlern. Wirksame und effiziente Doping-Kontrollen sind deshalb ein Muss

doping__laboratory.jpg

Gemäß den Statistiken der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) finden im Fussball durchschnittlich rund 30.000 Dopingkontrollen pro Jahr statt. Insgesamt gibt es im Fussball über die vergangenen Jahre hinweg nur eine geringe Anzahl positiver Befunde, weniger als 0,45 Prozent (2011 0,42 %, 2012 0,40 %, 2013 0,29 %, 2014 0,20 %) der Sportler waren gedopt. 

Das Ziel und die Vision der FIFA ist deshalb klar und eindeutig: Fussball ist und soll dopingfrei bleiben!

Doch was ist Doping überhaupt? Doping ist durch Institutionen wie die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) oder das  Internationale Olympische Komitee (IOC) definiert: Vereinfacht versteht man darunter die Einnahme von unerlaubten Substanzen oder die Nutzung von unerlaubten Methoden zur Steigerung oder zum Erhalt der sportlichen Leistung. 

referee_red_card_2.jpg

Doping ist im Sport verboten! Für die Sportler ist Doping und Medikamentenmissbrauch mit dem hohen Risiko einer Gesundheitsschädigung verbunden. Darüber hinaus führt der Einsatz von Dopingmitteln zu einer ungerechten Chancenverteilung, was unmöglich mit dem Fair-Play-Grundgedanken im Sport zu vereinbaren ist. 

!

WICHTIG: Doping ist in einigen Ländern sogar ein Straftatbestand. Während sich zum Beispiel in Deutschland Sportgerichte mit Dopingfällen beschäftigen und dementsprechend nur sportinterne Strafen veranlasst werden können (z. B. Aberkennung von Titeln und Erfolgen, Wettkampfsperren), sind in anderen Ländern sogar Gefängnisstrafen für Doping im Bereich des Möglichen. 

Anti-Doping-Kampf der FIFA

Als die FIFA 1966 Dopingkontrollen einführte, war sie damit einer der ersten Sportverbände weltweit, die das Problem erkannten und aktiv Maßnahmen ergriffen, um dagegen zu kämpfen und für Aufklärung zu sorgen 

Der Aufwand für die FIFA im Kampf gegen Doping ist enorm: Die Kosten eines einzigen Dopingtests mit Organisation, Durchführung, Analyse und Verwaltung liegen durchschnittlich bei etwa 1.000 U.S.-Dollar. Deshalb ergeben sich angesichts der Anzahl der weltweit pro Jahr im Durchschnitt durchgeführten Dopingkontrollen allein im Fussball Kosten von ca. 30 Mio. US.-Dollar. 

Die Anti-Doping-Strategie der FIFA ist auf Aufklärung und Prävention ausgerichtet.

referee_red.jpg

Trotz der hohen Ansprüche im Anti-Doping-Kampf: Die FIFA respektiert die Würde und die Privatsphäre aller Spieler, die sich Dopingkontrollen unterziehen müssen. Die FIFA stützt sich bei allen Entscheidungen im Hinblick auf ihr Anti-Doping-Programm auf die Besonderheiten des Fussballs, wissenschaftliche Erkenntnisse und die Analyse gesicherter Dopingstatistiken. Die FIFA nimmt ihre Verantwortung im Kampf gegen Doping durch strenge Kontrollregeln, fortlaufende Datensammlung und die Förderung entsprechender Forschungsmethoden wahr. Daneben hat sich die FIFA in der weltweiten Zusammenarbeit zum Schutz der Gesundheit der Athleten und zum Schutz des Fair-Play-Gedankens als zuverlässiger Partner der WADA erwiesen. Für die FIFA ist diese Zusammenarbeit von besonderer Bedeutung.

Das ist Doping: Welt-Anti-Doping-Code 

Das IOC definiert Doping folgendermaßen: „Doping ist die beabsichtigte oder unbeabsichtigte Verwendung von Substanzen aus verbotenen Wirkstoffgruppen und die Anwendung verbotener Methoden entsprechend der aktuellen Dopingliste.“ Seit 2004 ist international die Definition der WADA maßgeblich, die im „Welt-Anti-Doping-Code“ fixiert wurde.