Medizinische Ausnahmegenehmigungen (MAG)

Bei einigen Erkrankungen kann auch für Substanzen, die auf der Verbotsliste der WADA stehen, eine medizinische Ausnahmegenehmigung bei der FIFA beantragt werden. 

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Der WADA-Code ermöglicht es dem Sportler und dem entsprechenden Arzt, einen Antrag auf medizinische Ausnahmegenehmigung zu stellen, wenn eine Behandlung mit Medikamenten oder Methoden vonnöten ist, die laut Verbotsliste grundsätzlich nicht erlaubt ist. 

Die Gewährung der medizinischen Ausnahmegenehmigung liegt allein in der Zuständigkeit der Medizinischen Kommission der FIFA. Die Prüfung und Erteilung medizinischer Ausnahmegenehmigungen überträgt die Kommission einem Beratungsgremium. Dieses Beratungsgremium umfasst drei Ärzte, die sich mit der Betreuung und Behandlung von Spielern auskennen und über ausgewiesenes Fachwissen in klinischer Medizin, Sport- und Trainingsmedizin verfügen. Die Mitglieder dürfen sich in keinem Interessenskonflikt befinden, wie zum Beispiel in einem persönlichem Verhältnis zum Spieler. Bei der Beurteilung von Ausnahmeanträgen darf das Beratungsgremium unbegrenzt viele weitere medizinische und wissenschaftliche Fachmeinungen einholen. In der Regel entscheidet das Expertenkomitee aus Fachärzten innerhalb von 21 Tagen, nachdem die Unterlagen eingereicht wurden, über den Antrag. 

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Beim Thema „Medizinische Ausnahmegenehmigungen“ ist Vorsicht geboten. Als Sportler sollten Sie Ihrem Arzt auch im Krankheitsfall mitteilen, dass Sie den Anti-Doping-Bestimmungen der WADA unterliegen und sich bei jedem möglichen Medikament  doppelt persönlich absichern. So kann verhindert werden, dass Ihnen Ärzte unwissentlich die auf der Verbotsliste aufgeführten Substanzen und Mittel verschreiben. 

Weitere Informationen unter www.wada-ama.org, im persönlichen Gespräch mit der FIFA oder bei den eigenen internen Verbänden.